Unser Bautagebuch
August 2006
01.08.

Tusch...

endlich, heute wird die Betonstraße abgerissen. Es scheint nun doch mit der Erschließung zu klappen.

Ein Garagentor besitzen wir seit heute auch.

02.08. Sämtliche Decken sind vorgestrichen. Der Straßenabbruch geht zügig voran.
03.08.

Das Anheizen des Estrichs ist beendet, nun herrschen auch wieder normale Temperaturen im Haus

 Die Fliesenarbeiten können weitergeführt werden. Heute waren die Fußböden der Küche und der ebenerdigen Duschen dran. Die Wände im Erdgeschoss wurden schön mit Rauputz versehen.

05.08.

Zum ersten Mal stellten wir heute fest, dass die Kommunikation untereinander doch nicht so gut klappt wie gedacht:

Wir hatten ein größeres Gefährt und auch Helfer organisiert, es sollte ja endlich das Laminat für die obere Etage ins Haus gelangen. Wir müssen auch im Obergeschoss streichen und danach den Boden verlegen...

Am Haus angekommen: Ein großes Schild empfängt uns an der Eingangstür:

Achtung, Flur frisch gefliest, 24 Std. nicht betreten! Na toll, wann sind bitte die 24 Stunden um, bzw. wann wurde das Schild angebracht? Wir waren ja zuletzt vor zwei Tagen auf der Baustelle.

Die Garage kam zum Lagern trotz anderer Information auch nicht in Frage, sie war mal wieder ganz weit geöffnet. Maler und Trockenbauer scheinen sie nach wie vor als Lager zu nutzen und vergessen regelmäßig hinterher das Abschließen... Damit wir nun endlich unsere 36 Pakete Laminat loswurden, wurde der leichteste von uns ins Haus geschickt, um im oberen Stockwerk ein Fenster zu öffnen. Wir mussten eben improvisieren und unsere "Lieferung" über die Garage und durchs Fenster ausführen.

Die Eigenarbeit haben wir nun erst einmal auf Mittwoch verschoben, da beginnt unser "Urlaub".

07.08.

Die Erschließungsfirma hat heute wirklich angefangen. Es sind schon fast 10 Meter ausgeschachtet und auch die Stromleitung gelegt. Bei täglich 10 Meter ist es vielleicht bis zum Wochenende geschafft??

08.08.

Es sind tatsächlich schon 20 Meter ausgeschachtet!

09.08.

Ab heute nun haben wir "Urlaub" das heißt wohl genauer: Arbeitsurlaub.

Wir müssen streichen, kleben, verlegen. Es macht zwar einerseits Spaß, die eigenen Wände zu streichen, doch viel Arbeit ist es trotzdem.

Ohne Wasser und ohne Strom ist solch eine Eigenleistung auch nicht leicht zu erbringen. Wir rührten eben ganz altmodisch und mit Muskelkraft die Farbe um. Das Wasser für den Kleister wurde mühselig zwei Häuser weiter aus der Bauwasserleitung geholt und über die wackelige Leiter in das Obergeschoss gehievt.

Rigips Wände und gemauerte Flächen nehmen die Farbe auch unterschiedlich an, wir müssen also morgen noch mindestens einen zweiten Anstrich anbringen. Der Maler von Fa. Podgorski, der auch noch auf der Baustelle ist, lacht sich sicherlich halb tot über unsere unprofessionelle Arbeit. Dennoch: zum Feierabend waren wir sehr stolz. Morgen kommt der zweite Anstrich und dann sind schon zwei Räume fertig.

Im Erschließungsschacht liegen auf der Stromleitung nun auch schon Rohre für Wasser und Abwasser.

16.08.

Ein Zimmer ist komplett fertig, Tapeten an den Wänden und Laminat mit Sockelleisten am Boden. Im zweiten Zimmer haben wir bisher nur teilweise Tapeten an den Wänden, der Boden muss noch etwas warten. Es sind zu viele Termine nebenbei zu erledigen.

Die Erschließung ist inzwischen im Haus angekommen, wir warten nur noch auf die Freischaltung. Dazu muss extra jemand von der zuständigen Wasserbehörde kommen und den Wasserzähler anschließen. Der Stromlieferant schickt natürlich auch extra jemanden vorbei, der vor Ort den Stromzähler anschließt. Wir hoffen natürlich täglich, dass es nun endlich passiert.

Wir warten auch noch immer auf die Richtigstellung des falschen Dachfensters, der Zimmermann will nicht so recht.

Herr Kinberger macht schon Druck, notfalls bestellt er dafür eine andere Firma. ( Mehrkosten natürlich zu Lasten der Firma Süß).

Der Küchenbauer hat heute auch angefangen die Küche einzubauen, bisher sieht es gut aus. Es ist der erste Handwerker vor Ort, der vom Umgangston nicht dazu passt. Wir mussten schon ernsthaft mit ihm reden, damit er uns nicht alle anderen Handwerker vergrault. Mit der Brüstungshöhe kamen wir mit ihm und seiner Sturheit auf keinen gemeinsamen Nenner. Herr Kinberger kam uns sofort zu Hilfe und klärte alles ab, vielen Dank.

17.08.

So, jetzt ist auch das zweite Zimmer fertig tapeziert und mit Laminat versorgt, es fehlen nur noch die Sockelleisten. Ich habe in der Zeit auch schon ein Teil des letzten Zimmers tapeziert. Wie es aussieht, schaffen wir unsere Arbeit pünktlich.

Die Elektrofirma hat auch alle Steckdosen angebracht. Montag will Herr Mann schon mit den gesamten Elektroarbeiten fertig werden. Firma BBS hat die Sanitärobjekte geliefert und eingebaut. Mit Wasser könnten wir sogar schon die Waschbecken und WCs benutzen :-)

Der Küchenbauer, dessen Namen wir immer noch nicht kennen, ist auch wieder zur Höchstform aufgelaufen. Er versuchte unsere netten Fliesenleger zu verärgern. Immer, wenn ihm etwas gegen den Strich geht, sind alle anderen Handwerker schuld. Da wir ja noch immer nicht angeschlossen wurden, muss eben die Benutzung des Baustroms untereinander abgesprochen werden, Mit allen anderen Gewerken klappte das bislang völlig reibungslos. Wir machen echt drei Kreuze, wenn er morgen fertig ist. Schade, das Küchenstudio ist sehr gut, doch eben der Subunternehmer von Küchenbauer, der ständig betont dass er selbständig ist und ihm keiner etwas zu sagen hat, verdirbt gewaltig den guten Eindruck.

Wir haben heute mal schon um 16.00 Feierabend gemacht, in der alten Wohnung sind ja auch noch Arbeiten zu erledigen. Wir hoffen, dass dieses Hin und Her bald beendet ist. Vor allem ständig das Kaffeegeschirr umher fahren ist lästig. Zum Abwasch muss es ja immer in die alte Wohnung, wo wir noch warmes Wasser haben :-)

19.08.

Die Tapezierarbeiten sind fertig. Nur noch ein Zimmer mit Laminat versorgen.

Wasser und Strom fehlen noch immer.

21.08.

Der Monteur von E.ON - Edis hat die Zähler gebracht, wir haben Strom im Haus. Herr Mann hat alle Schalter und Steckdosen angeschlossen, toll, ohne die vielen endlosen Kabeltrommeln einfach Strom aus der Wand :-)

22.08.

Immer noch kein Wasser ... außer von oben.

Es regnet ziemlich stark, nun ist das gesamte Baufeld eine Schlammwüste. Bei den ein- und ausgehenden Handwerkern sieht man sofort: sie tragen Sicherheitsschuhe mit groben Stollen. Der Sand geht erst im Haus aus den Sohlen. So oft wie heute habe ich noch nie täglich einen Raum gefegt.

Im Baufachhandel sind wir inzwischen auch fast Stammgäste, irgendetwas fehlt immer.

Die Treppe wurde heute eingebaut, leider aber sehr krumm und schief. Das kann absolut nicht so bleiben.

23.08.

Treppeneinbau bei der Firma Spreewa moniert, sie kümmerten sich auch umgehend und schickten einen Kontrolleur. Er fotografierte das "Unglück" und will sich wegen Nachbesserung bzw. Austausch melden. Mal schauen, wie lange es dauert, noch haben wir die Treppe ja nicht bezahlt.

Heute kamen die Türen und Zargen, sie wurden, bis auf eine, perfekt eingebaut. Nun sieht es gleich viel wohnlicher und gemütlicher aus. Diese eine, die Küchentür, ist falsch herum angeschlagen. Sie öffnet sich jetzt zum Flur. Jeder, der schon mit vollen Händen in die Küche ging, kennt das Theater, wenn die Tür sich nach außen öffnet. Eine Nachbesserung wurde uns aber zugesagt.

 Nach telefonischer Rückfrage bei der Wasserbehörde wurde mir der Montag, der 28.8. als Termin für den Einbau der Wasseruhr genannt. Irgendeine Zeichnung der Leitungen wurde nicht von der Rohrverlege Firma eingereicht, deshalb konnte bisher der Wasserzähler nicht eingebaut werden.

Das heißt nun die Endreinigung zur Bauabnahme mit kaltem Bauwasser durchführen. Ich werde mir den Wasserkocher mitnehmen und eben literweise heißes Wasser zubereiten. Als Bauherr lernt man ja schnell zu improvisieren.

Das falsche Dachflächenfenster wurde von einer Ersatzfirma ausgebaut und an die richtige Stelle eingesetzt, morgen muss nun leider der Trockenbauer noch einmal ran, Firma Heyer tut mir wirklich leid.

24.08.

Der Trockenbauer hat heute wirklich alles getan, damit auch das jetzt richtige Dachflächenfenster nahtlos passt und gut aussieht. Die Nähte wurden verspachtelt und müssen nur noch trocknen. Ich habe dann gleich im oberen Geschoss die Fenster geputzt, damit man bei der Endabnahme auch alles gut sieht :-)... Natürlich mit heißem Wasser, aus dem Wasserkocher. Ziemlich mühsam das Ganze.

25.08.

Die Maurer waren hier und haben noch schnell den Schaden durch den Fensterumbau repariert, man sieht nichts mehr von dem Fehler und dicht ist auch alles wieder. Nur mit der Putzerei im Obergeschoss kann ich von vorne anfangen. Meine Freundin half mir netterweise und wir haben es gemeinsam geschafft, das ganze Haus mit Wasser aus dem Wasserkocher in einen einigermaßen sauberen Zustand zu versetzen.

Nun ist eigentlich alles soweit fertig. Es fehlt lediglich auf dem oberen Flur das Laminat. Da die Treppe noch umgebaut werden muss, warten wir lieber damit.

28.08.

Das Wochenende haben wir genutzt, um noch die restlichen Umzugskisten zu packen. Ein riesiges Chaos, 101 große!!! Umzugskisten malerisch in der Wohnung verteilt.

Die Möbel stehen auch noch dazwischen. Im Kühlschrank ist außer Aufschnitt, Butter und Getränke nichts mehr drin. Wir haben uns beide Tage daher einen Lokalbesuch gegönnt.

Tusch:

Heute, Punkt 10.00 Uhr, wurden Wasser und Abwasser angeschlossen. Kein "Dixi"-Klo mehr und heißes Wasser aus der Wand.

Dem Umzug steht fast nichts mehr im Wege.

Der Weg, durch den die Erschließung ging, ist nur leider immer noch nicht fertig. Die Herren versprechen zwar, dass bis Mittwoch alles fertig wird, noch sieht es aber nicht danach aus. Einfach abwarten, morgen sind wir nicht hier. Wir müssen nun ernsthaft die Reste zum Umzug vorbereiten.

30.08.

Umzugstag!!!

Heute fallen Bauabnahme und Umzug zusammen.

Natürlich haben wir nun keinen Internetzugang mehr, ich schreibe daher erst einmal alles Wichtige auf Zettel. So richtig altmodisch mit Stift und Papier *grins*