Unser Bautagebuch
Mittwoch, 30.08.2006

Endlich, es ist soweit, der Umzugstag, 8 Tage früher, als geplant!

Heute fallen der Umzug und die Bauabnahme zusammen. Die Abnahme beginnt bereits um 7.00 Uhr. Ausgestattet mit Frühstück und einem dicken Buch für die Bahnfahrt fahre ich gleich früh ins Haus, um auch die Abnahme mitzubekommen. Die Männer packen in dieser Zeit die allerletzten Reste ein und warten auf die beiden großen Umzugswagen.

Als ich kurz nach 7°° Uhr in Mahlow ankam, waren Herr Kinberger und Frau Kühne schon kräftig bei der Arbeit. Sie gehen dabei sehr gründlich ans Werk, suchen teilweise echt mit der Lupe und mit der großen Wasserwaage.

Die Abnahme dauerte über fünf Stunden, Am Ende kam dann doch eine lange  Liste mit sehr vielen Mängel zusammen. Es sind dabei aber auch solche Mängel wie die fehlende Silikonabdichtung zwischen Fenster und Sohlbank im Außenbereich. Diese wurde ja aufgrund der noch bestehende Baustelle und dem täglich umher fliegenden Dreck bewusst noch nicht angebracht. Das macht ja allein schon für 11 Fenster = 11 Mängel aus. Sechs weitere Mängel waren die sechs fehlenden Heizungsthermostate, die genau heute, allerdings nach der Abnahme, montiert wurden. So summierten sich die Mängel schnell auf und es kamen am Ende 72 mehr oder weniger kleine und auch unerhebliche Mängel auf die lange Liste.

Andererseits sind wir natürlich sehr froh, dass Herr Kinberger so akribisch alles prüft. Er fand auch Mängel, die wir nie entdeckt hätten. Für uns sind eigentlich nur noch zwei große Mängel vorhanden: die schiefe Treppe und die falsch herum zu öffnende Küchentür. Natürlich sind auch einige Kleinigkeiten dabei, die wir auch schon gesehen hatten und berichtigt haben möchten.

Um 11.00 kamen unsere Freunde vorbei um beim Einräumen zu helfen. Nur, die Umzugsleute waren noch in der alten Wohnung am räumen.

101!!! große Umzugskisten, etliche kleinere Kisten, Möbel aus 5 1/2 Zimmer, dazu noch die beiden recht großen Hängeböden und der Keller, also richtig viel Umzugsgut.

Wir hatten schon reichlich ausgemistet, unsere Bücherwände aufgegeben und das komplette, große Esszimmer weggegeben... es ist immer noch massig Zeug vorhanden.

Inzwischen fing hier ein mächtiger Platzregen an, er verwandelte das Grundstück in eine Schlammlandschaft.

Natürlich, der Weg vor dem Haus war nun doch nicht befahrbar. Er war zwar heute fertig geworden, jedoch darf man noch nicht darauf fahren. Es müssen also die Umzugsleute, von hinten über die Terrasse in das Haus.

In weiser Voraussicht hatte Herr Kinberger schon etwas Kies aufschütten und verdichten lassen, doch wenn es so weiter regnet, nützt auch das nicht viel.

Um 16.00 hörten wir dann: ca. noch eine 1/2 Stunde, dann fahren wir los. Es wird aber auch sehr knapp mit dem Platz auf den beiden LKWs. Na toll, da kommen sie genau in den Berufsverkehr, das heißt dann wohl weit über eine Stunde Fahrzeit.

Der Platz sollte eigentlich mit den beiden großen Umzugswagen ausreichen. Der Chef der Spedition sah sich doch vorher bei uns alles genau an.

Kurz nach 18.00 kamen sie endlich an. Die Möbelpacker waren ganz schön bedient, als sie die riesige Schlammfläche sahen.

Nach einem kräftigen Imbiss sah die Welt dann schon besser aus, sie spuckten in die Hände und legten mächtig los.

Trotzdem wurde es weit nach 22.00 Uhr als endlich alles irgendwie im Haus und in der Garage verteilt war. Es achtete dabei natürlich nach dem doch langen Arbeitstag niemand mehr auf die ordentliche Beschriftung der Kisten, sie wurden eben einfach abgeladen und auf irgendeine freie Stelle platziert.

Chaos pur!!!

Wir bauten nur notdürftig die Schlafräume auf, räumten die wichtigsten Utensilien in Bad und Küche ein, tranken mit den Kindern, die mit Prosecco vorbeikamen, noch schnell einen Einzugsschluck und fielen dann auch in die Federn. Wir schliefen in der ersten, kurzen Nacht wie die Murmeltiere und träumten: Nichts. Wir können daher nicht feststellen, ob in dem Spruch: Was man in der ersten Nacht träumt, geht in Erfüllung, etwas Wahres steckt.

Donnerstag, 31.08.2006

Nach einem leckeren Frühstück mit frischen Mahlower Brötchen, besahen wir unser Chaos erst einmal genauer.

Grausam, es wartet sehr viel Arbeit auf uns. Zunächst müssen wir wohl mehrmals treppauf und treppab um die einzelnen Kisten den richtigen Räumen zuzuordnen. Es kam gestern Abend wohl einiges durcheinander. Danach packten wir zunächst die wichtigsten Kisten für die oberen Räume aus. Der Kistenberg wurde kleiner, doch der Abfallberg stieg dafür.

Nach stundenlangem packen, räumen und sortieren kamen abends noch unsere Kinder zum Helfen vorbei. Mit vereinten Kräften stand dann das Wohnzimmer und sah sogar fast gemütlich aus. Natürlich hatten wir zu viele Schränke, die jetzt gar nicht mehr so gut in die hier etwas kleineren Räume passten. Zwei Schrankteile wurden in die Essecke verbannt. Damit wurde gleich die Verbindung zur Wohnstube hergestellt.

Unser Schwiegersohn machte sich dann noch an das Laminat für den oberen Flur. Bis auf die letzte Reihe, die ja zur Treppenreparatur offen bleiben muss, wurde er auch fertig